Neurogene ursachen Erektile Dysfunktion

Liegen Störungen der Erregungsleiter der Nervenbahnen vor, spricht man von  neurogenen ursachen Erektile Dysfunktion. Diese Form der Störungen hat vielfältige Ursachen, die sich oft nicht exakt von anderen Funktionsbeeinträchtigungen abgrenzen lassen. Für eine Unterbrechung der Nervenleitung können Stoffwechselstörungen, Gifte, Medikamente, entzündlich-allergische Ge-websreaktionen, Nerventumore, falsche Ernährung oder Unfälle verantwortlich sein. Die Folge: Von außen kommende Reize können nicht mit einer körperlichen Reaktion beantwortet werden. Neurogene ursachen Erektile Dysfunktion werden bei ca. zehn Prozent aller Patienten mit Erektionsstörungen beobachtet. Die neurogene Störung kann an jeder Stelle im Nervensystem zwischen Gehirn, Rückenmark und Penis lokalisiert sein.

Die neurogene Impotenz tritt auch im Rahmen anderer Erkrankungen wie der Parkinsonschen Krankheit oder der Multiplen Sklerose (MS) auf. Im wesentlichen findet man neurogene ursachen Erektile Dysfunktion bei Querschnittspatienten, nach Beckenbrüchen, nach schweren Operationen an Darm, Blase oder Prostata, als Folge einer langjährigen Zuckerkrankheit oder bei starkem und regelmäßigem Alkoholkonsum. Bei Diabetikern wird die Entstehung einer erektilen Dysfunktion zusätzlich durch Gewebeveränderungen der Schwellkörper, hormonelle Entgleisungen und durch Arterienschäden beschleunigt.